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“In die Irre”
Beziehungsnot im Austro-Kino: David Schalkos Prestige-Comedy lässt zu wünschen übrig. Richard Wilhelmers Debüt zeugt von Mut.
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Robert Stadlober, darstellerischer Lichtblick bei Schalko, gibt in “Adams Ende”, dem ebenfalls heftig privatisierenden, aber mit deutlich größerer Bodenhaftung ausgestatteten Regiedebüt des jungen Filmemachers Richard Wilhelmer, den postpupertären Titelhelden. Von den melancholischen Grundtönen eines Liebesproblem- und Slacker-films tastet sich Wilhelmer zwar in ein nicht ganz stimmiges Gewaltfinale, aber man kann sehen, dass hier ein Regisseur am Werk ist, der dem heimischen Kino in aller Bescheidenheit noch ein paar neue Richtungen geben könnte. (Stefan Grissemann)